Immobilien ABC

A wie Auflassungsvormerkung

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A wie Auflassungsvormerkung

Erst mit der Eintragung in das Grundbuch werden Sie als Käufer:in einer Immobilie rechtmäßig Eigentümer:in. Doch in der Regel dauert es nach dem Abschluss eines Kaufvertrages einige Zeit, bis Sie als Eigentümer:in in das Grundbuch eingetragen werden. Für diese Zwischenzeit tritt die 💡AUFLASSUNGSVORMERKUNG 💡 in Kraft und schützt Sie davor, dass

  • der Verkäufer:in die Immobilie eventuell noch ein zweites Mal veräußert.
  • der Noch-Eigentümer:in die Immobilie mit einer Hypothek oder Grundschuld belastet, für die Sie dann mit dem Grundstück einstehen müssten.
  • Gläubiger:innen des Veräußerers:in auf das Grundstück zugreifen können.
B wie Beurkundung

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B wie Beurkundung

Soll eine Immobilie den Eigentümer:in wechseln, steht als finaler Schritt der Notartermin und die Beurkundung an. Beurkundung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Notar:in den Kaufvertrag aufsetzt, welcher die Rechtmäßigkeit der Vereinbarungen, Handlungen oder Aussagen der beteiligten Personen nachweist. Ohne die Beurkundung kann das Eigentum von Immobilien nicht übertragen werden.

Wir erläutern Ihnen kurz, wie der Besuch zwecks Beurkundung beim Notar:in abläuft:

  • Der Vertrag wird den beteiligten Parteien vom Notar:in laut und deutlich vorgelesen.
  • Käufer:in und Verkäufer:in können, während der Vertrag vorgelesen wird, Fragen stellen.
  • Der Vertrag wird anschließend von beiden Parteien in Anwesenheit des Notars:in unterschrieben.
  • Durch die anschließende Unterschrift des Notars:in wird der Vertrag wirksam.
  • Die Kosten der Beurkundung richten sich nach dem Kaufpreis der Immobilie, nicht nach der aufgewendeten Zeit.
  • Der Notar:in ist im Gegensatz zum Anwalt verpflichtet, keine Partei zu ergreifen, und muss beide Seiten neutral beraten.
C wie Courtage

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C wie Courtage

Courtage kommt von französisch „courtier“= Makler, Agent.
Häufig wird der Begriff gleichbedeutend mit Provision verwendet. Sowohl Maklercourtage, als auch Maklerprovision bezeichnen eine erfolgsabhängige Gebühr, die ein Makler:in für erbrachte Nachweis- und/oder Vermittlungsleistungen erhält.
Achtung: Neuregelung der Maklerprovision ab Dezember 2020
Der Deutsche Bundestag hat im Juni 2020 das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ beschlossen.

  • Ab wann gelten die neuen Regelungen?
    Das Gesetz trat am 23. Dezember 2020 in Kraft.
  • Sind alle Immobilienverkäufe betroffen?
    Nein
    Betroffen sind Einfamilienhäuser und Wohnungen. Somit sind z.B. Mehrfamilienhäuser, Grundstücke und Gewerbeobjekte nicht betroffen.
  • Was bedeutet das für Käufer:in und Verkäufer:in einer Immobilie?
    Wurde ein Maklervertrag mit beiden Parteien (Käufer:in und Verkäufer:in) geschlossen, teilen sich Käufer:in und Verkäufe:inr die Courtage in gleicher Höhe.
  • Und wer zahlt die Maklerprovision bei einer Vermietung?
    Hier greift das Bestellerprinzip, das am 1. Juni 2015 in Kraft getreten ist und sich auf die Vermittlung von Wohnungsmietverträgen bezieht, sprich, derjenige der den Makler:in beauftragt hat.
D wie Dienstbarkeit

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D wie Dienstbarkeit

Theorie
Eine Dienstbarkeit bedeutet für den Eigentümer:in eines dienenden Grundstücks immer eine Einschränkung der Grundstücksnutzung.
Häufig wirkt sich das wertmindernd auf den Verkehrswert der Immobilie aus. Praxis
Die Anwendung der Dienstbarkeit findet vor allem bei

  • der Nutzung von Zufahrten und/oder Wegen,
  • der Nutzung eines Wasseranschlusses,
  • dem Verlegen von Leitungen und
  • bei der sogenannten Grenzbebauung eines Nachbargrundstücks statt.

Dafür, dass der Eigentümer:in des dienenden Grundstücks die Nutzung durch eine andere Person dulden muss, kann er/sie von diesem eine Nutzungsentschädigung verlangen (z. B. die Beteiligung an den Unterhaltungskosten der betreffenden Zufahrt).
Die Absicherung der Dienstbarkeit durch Eintragung im Grundbuch des dienenden Grundstücks ist zu empfehlen.